Nachhaltigkeit | Was bedeutet es und warum geht uns das alle an?

Nachhaltig leben

Was ist Nachhaltigkeit und warum hat dies auch mit einem gesunden Leben zu tun


Das Wort Nachhaltigkeit sagt aus, dass etwas noch lange Zeit andauern, bestehen, nachwirken oder so sein soll, nachdem man es gebaut, begonnen, gekauft oder in Bewegung gesetzt hat. Nachhaltigkeit ist ein Art, die Gesellschaft zu organisieren um unseren heutige Bedürfnisse zu unterstützt auf eine gewisser Weise, welche die Fähigkeiten der Junge Generationen ihre eigenen zukünftiger Bedürfnisse zu befriedigen nicht gefährdet. Heute ist dieser Übergang zu einem nachhaltigeren Modell notwendig, um in einer gerechteren Welt leben zu können und unseren Planeten und seine natürlichen Ressourcen zu erhalten.

Das Modell einer nachhaltigen Gesellschaft basiert auf grundlegenden Säulen und Prinzipien.

Definition

Nachdem ökologische Gedanken allgemein an Akzeptanz gewonnen haben, findet die Benennung „Nachhaltigkeit“ für eine Vielzahl von Konzepten, Projekten und Produkten Verwendung.

Seit 2009 taucht immer öfter als Synonym für Nachhaltigkeit der Begriff enkelgerecht auf. Manchmal hört man auch den Slogan Der Weg in eine enkelgerechte Zukunft“. Dieses Synonym dient als Sinnbild für eine ausgeprägte nachhaltige Welt.

Geschichte der Nachhaltigkeit

Die Ethnologie hat gezeigt, dass traditionell-nachhaltiges Wirtschaften in sehr vielen indigenen Kulturen als moralische Leitlinie einer „heiligen Erdverbundenheit“ verankert war. Die Anthropologen Roy Rappaport, Geraldo Reichel-Dolmatoff und Thomas Harding haben unabhängig voneinander festgestellt, dass Mythen und rituelle Zyklen der Naturvölker genau diese Aufgabe erfüllen und den Gemeinschaften ermöglichen, sich Veränderungen der Umwelt so weit wie möglich anzupassen und die Stabilität der Ökosysteme dabei so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Die drei Säulen und Ressourcen

Nachhaltigkeit ist mehr als nur Umweltschutz, denn es berücksichtigt die drei wichtigsten Säulen:


  • Umwelt



  • Wirtschaft



  • Soziales

Übersetzt heißt dies also:

„Heute schon an morgen denken, damit auch die nachfolgenden Generationen Ihre Bedürfnisse befriedigen können.“

In allen Bereichen verfügen wir über gewisse Ressourcen:

  • Kulturelle Soziologie
  • Ökologische
  • Ökonomische


Diese sollten nur soweit verbraucht und gebraucht werden, dass diese auch zukünftigen Generationen in der gleichen Qualität und Quantität zur Verfügung stehen können. Unser Handlungsprinzip sollte immer die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (Lebewesen und Ökosysteme) gewährleisten können.

Die drei Leitstrategien der Nachhaltigkeit

  • Suffizienz – Verringerung von Produktion und Konsum
  • Effizienz – ergiebigere Nutzung von Material und Energie
  • Konsistenz – naturverträgliche Stoffkreisläufe, Wiederverwertung, Müllvermeidung


Im Naturschutz spielt die Nachhaltigkeit eine große Rolle. Wir Menschen sollten uns so verhalten, dass wir die Natur nicht schädigen, sondern sich die Natur erhalten und regenerieren kann. Somit verhalten sich die Menschen so, dass alle Lebewesen auch in Zukunft leben können. Gleichzeitig beschreibt Nachhaltigkeit ein Nutzungskonzept, welches Maßnahmen, Selbstdisziplin und besonderes Konsumverhalten beinhaltet.

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Grundgedanke und nachhaltige Entwicklung

Bereits in einem Buch aus dem Jahr 1713, wo es um die Forstwirtschaft geht, ist das Ziel die Schaffung eines stabilen Gleichgewichtes.

Der Grundgedanke dazu: In einem Wald sollten nur so viele Bäume abgeholzt werden, wie in diesem Wald auch in absehbarer Zeit wieder Bäume nachwachsen können. Dadurch sollte langfristig der Bestand des Waldes sichergestellt werden.

Im Bericht der Brundtland-Kommission aus dem Jahr 1983 – Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen – erlangte der Begriff große Bedeutung. Der Auftrag lautete, langfristige Perspektiven für eine umweltschonende Entwicklungspolitik aufzuzeigen.

Deutschland und mein eigener Beitrag inclusive meiner Möglichkeiten

Die deutsche Bundesregierung hat 2017 die Agenda 2030 mit 17 Nachhaltigkeitszielen festgelegt und sich dazu bekannt.

Hier einige kurze Stichpunkte dazu:

  • Bekämpfung von Armut und Hunger
  • Menschenwürdige Arbeit
  • Klimaschutz
  • Umweltverschmutzung
  • Globalisierung
  • Schwindende natürliche Ressourcen

Ein sehr wichtiger Punkt ist unter anderem die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll. Überhaupt ist Plastik ein wichtiges Thema, da es nicht nur die Umwelt belastet sondern teils auch die Gesundheit der Menschen beeinflusst.

Wissen Sie, daß

  • 5% des weltweit geförderten Erdöls für die Produktion von Plastik verwendet wird
  • 200 Mio Tonnen Plastik jährlich hergestellt werden
  • 3 – 13% dann davon im Meer landen (dies wiederum wirkt sich auf die Tiere aus und verursacht jährlich steigende Todesfälle)

Wissenschaftler warnen, dass die Chemikalien in den Kunststoffen gravierende Gesundheitsschäden verursachen können: angefangen von Allergien, Unfruchtbarkeit, Krebs, Herzerkrankungen und andere chronische Erkrankungen.

Dies wird unter anderem verursacht durch die Zusatzstoffe wie z.B. Weichmacher. Da Alltagsprodukte aus Plastik immer mehr im Haushalt integriert werden, kann man inzwischen diese Chemikalien im Blut des Menschen nachgewiesen werden. Und dort gehören diese definitiv nicht hin und verursachen somit die verschiedenen Gesundheitsstörungen. Somit vergiften wie uns selbst.

Auch Mikroplastik wird im Körper eingelagert und führt unter anderem zu Störungen im Darm- und Leberbereich.


Nachhaltige Produkte und deren Lebensdauer

Je nachhaltiger die Produkte sind – welche ich zum Beispiel im Alltag für die Aufbewahrung meiner Lebensmittel – sind, umso länger ist in der Regel deren Lebensdauer. Durch den Einsatz solcher Produkte aus hochwertigen Materialien und speziellen Fertigungsverfahren habe ich eine erhöhte Haltbarkeit – manches hält sogar ein Leben lang und kann dann noch weiter vererbt werden.

Für nachhaltige hochpreisige Güter entwickelt sich immer mehr ein entsprechender Markt, um den o.g. Gegebenheiten gerecht zu werden.

Auch die faire Herstellung zu fairen Preisen rückt immer mehr in den Fokus der Verbraucher. Dafür wurden zum Teil auch entsprechende Zertifizierungen geschaffen wie öko, fair, biodynamisch. Dies signalisiert dem Verbraucher ein entsprechendes nachhaltiges Wirtschaften des jeweiligen Akteurs.

Jede Veränderung beginnt im Kleinen – bei meinen und deinen Gewohnheiten!

Was kann nun jeder Einzelne dazu beitragen unsere Zukunft enkelgerecht zu gestalten? Natürlich liegt dies im Ermessen eines jeden Einzelnen, andererseits trägt die gezielte Informationen über Möglichkeiten dazu bei, bewusste Entscheidungen zu treffen.

Hier einige kleine Beispiele:

  • Vermeide soweit dies möglich ist, Plastikverpackungen in jeglicher Form sei es beim Einkauf oder auch zu Hause beim Aufbewahren der Lebensmittel
  • Kaufe gezielt ein und bewahre die Lebensmittel so auf, dass diese möglichst lange haltbar sind und wenig verdirbt
  • Verbrauche gezielt „Rester“ und mache einfach aus allem etwas Leckeres – das macht Arbeit, trägt allerdings gezielt dazu bei, weniger Abfall zu produzieren.
  • Dies gilt auch für den Getränkekonsum bzw. das Trinkverhalten.


Ein Beispiel für Nachhaltigkeit ist die Sprossenzucht auf der eigenen Fensterbank

Dies gelingt mit etwas Übung ganz einfach – es ist der Schritt eines jeden Einzelnen von uns, seinen Beitrag für die Nachhaltigkeit zu leisten. Außerdem ist dies das „Ultimative Lebensmittel mit einem hohen Potenzial an Vital- und Mineralstoffen“, was jeder selbst herstellen kann.

Es schmeckt super lecker, bereichert jeden Salat und kostet fast nichts. Mit fast nichts ist folgendes gemeint:

  • Einmalige Anschaffung der Sprossen- und Keimgeräte ca. 40 -50€ je nach Ausführung
  • Kauf von Sprossen zum selbst ziehen direkt im Bioladen. Also ich habe immer alles in meinem Küchenvorrat als getrocknete Variante verfügbar wie Mungobohnen, Linsen in den verschiedenen Ausführungen, Kichererbsen, Alfalfasprossen und anderes. Hier ein kleines Preisbeispiel – eine Tüte Mungobohnen getrocknet (500gr) kosten ca. 2,60 – 3,20€. Das reicht, um mindestens für ½ Jahr wöchentlich frische Sprossen zu ziehen. Diese Berechnung bezieht sich jetzt auf eine normale 4 köpfige Familie.

In diesem Fall reduzieren Sie:

  • Verpackungsmüll (es fallen keine weiteren Verpackungen an – im Gegensatz dazu, wenn Sie die Sprossen bereits fertig gezogen im Bioladen kaufen)
  • Transportwege (schließlich ziehen sie die Sprossen in Ihrer Küche und von dort wandern diese dann direkt in den Salat und auf ihren Teller)
  • Keine Reste, die weggeschmissen werden müssen (da sie alles selbst individuell dosieren können)

Ich komme jetzt hier am Ende dieses Beitrages nochmal auf Punkt 1.4. zurück: alle dort genannten drei Leitstrategie werden dabei umgesetzt.

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